KiPa
Projektpräsentation
Projekt „KiPa“
Die erste Testphase ist erfolgreich beendet. Das Projekt "KiPa" wird in Kürze wieder neu gestartet.
Information über den Projektträger:
Träger des Projektes Kinderpatenschaften für arme und bedürftige Kinder (KiPa) ist das Projekt LebensWert gemeinnützige GmbH. Das Projekt wurde 2007 von mir gegründet und hat sich mittlerweile als feste Beratungsinstanz in Duisburg etabliert. Neben der allgemeinen Sozialberatung deckt das Projekt ein breites Spektrum von Hilfsangeboten ab. Von Ämterbegleitungen über Deutschkurse und Bewerbungstrai- nings bis hin zur professionellen Seelsorge reicht das Angebot, welches auf dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe beruht. Meine beiden Sozialarbeiterinnen Nadine Döbler und Katharina Kleiman arbeiten als eine Art Sozialcoach, um Hilfesuchenden den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Soziodemographisch gesehen ist unser Klientel sehr heterogen. Von der verwitweten Rentnerin bis zur alleinerziehenden jungen Mutter bekommen wir durchgehend Anfragen nach Hilfestellungen.
Projekthintergrund:
Die Notwendigkeit des Projektes KiPa setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Das Armutsrisiko von Kindern ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Es gibt zudem Bevölkerungsgruppen, die einem besonders hohen Armutsrisiko ausgesetzt sind. Dazu gehören Kinder von Alleinerziehenden, Kinder in ausländischen Familien, sowie Kinder, in deren Familien SGB-II-Leistungen bezogen werden oder kein Haushaltsmitglied einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgeht. Die Stadt Duisburg hat derzeit eine Arbeitslosenquote von 13.9 % und liegt somit 6 % über dem Bundesdurchschnitt. Mehr als ein Viertel der unter 15-Jährigen in Duisburg leben von Sozialgeld. Das sind knapp 19.000 Kinder.
Kinderarmut in Industrieländern bedeutet nicht, dass die Kinder auf der Straße leben und betteln müssen. Offiziell gilt als arm, wer seinen Lebensunterhalt mit weniger als der Hälfte des deutschen Durchschnittseinkommens bestreiten muss. In der Praxis bedeutet arm sein aber vor allem Vernachlässigung.
Das Projekt konzentriert sich deshalb nicht primär auf immaterielle Armut, da es zahlreiche Stellen gibt, an denen Essen ausgeteilt wird. Vielmehr geht es bei KiPa um die materielle Armut und deren Folgen, als da wären kulturelle Armut, ein erschwerter Zugang zu Bildung, soziale Ausgrenzung und Isolierung. Es geht darum, Kindern die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Grundsätzlich sollen sozial benachteiligte Kinder gefördert werden, in Kombination mit weiterführenden Hilfsangeboten an die Eltern.
Zielgruppe:
Die Zielgruppe von KiPa sind allgemein gesagt Duisburger Kinder und indirekt deren Familien. Durch unsere tägliche Arbeit haben wir und insbesondere meine beiden Sozialarbeiterinnen direkten Kontakt mit vielen bedürftigen Hartz-IV Familien. Diese Gruppe stellt einen Teil der Zielgruppe dar und zwar den Teil, der relativ leicht erreicht werden kann und dem die Angebote von KiPa niedrigschwellig präsentiert werden können. Die Angebote richten sich jedoch auch an kinderreiche Familien, die oft einer besonderen finanziellen Belastung ausgesetzt sind und die als Haushalt mit nur einem Vollzeitverdiener nur knapp über der Bemessungsgrenze für Hartz-IV liegen.
Durch die Lage unserer beiden Büros haben wir engen Kontakt zu türkischen Familien in Hamborn und zu russischen und polnischen Familien in Neumühl. Familien mit Migrationshintergrund werden somit aktiv in unsere Angebote mit einbezogen.
Bezüglich der Altersstruktur konzentrieren wir uns gezielt auf Kinder, so dass wir bevorzugt Jungen und Mädchen bis zu einem Alter von circa 10-11 Jahren unterstützen und in angebrachten Ausnahmefällen aber auch darüber hinaus Hilfe anbieten.
Projektbeschreibung:
Das Projekt KiPa ist als Projekt im Projekt konzipiert.
Mittels Patenschaften sollen Kinder gezielt gefördert werden. Es ist angedacht eine Datenbank von bedürftigen Kindern zu erstellen, so dass zielgenau vermittelt werden kann. Das Spektrum der Förderung verläuft angelehnt an das Bildungspaket für Kinder der Bundesregierung.
Allerdings geht die Förderung durch KiPa noch einen Schritt weiter. Das staatliche Bildungspaket beinhaltet lediglich den Beitrag für einen Sportverein oder eine Musikschule. Kurz gesagt, die Vereinsbeiträge werden übernommen. Damit ist den meisten Kindern jedoch nicht geholfen, da bei den vielen Freizeitaktivitäten ‚Nebenkosten‘ anfallen. Um aktiv in einem Sportverein mitmachen zu können wird entsprechende Sportbekleidung benötigt. Für den Fussballplatz ist es unabdingbar geeignete Schuhe zu tragen, um Tennis spielen zu können wird ein Schläger benötigt, beim Klettern muss eine Sicherungsausrüstung angeschafft werden. Gleiches gilt analog für beispielsweise die Musikschule, da Musikunterricht ohne eigenes Instrument zwar möglich, aber nicht sinnvoll ist und andererseits wieder zur sozialen Ausgrenzung führt, wenn es Kinder ohne eigenes Instrument gibt. Ebenfalls fallen bei sportlichen Aktivitäten im Verein gegebenenfalls Startgelder oder Reisekosten zu Auswärtsspielen etc. an.
Mit 10 € wird der Mitgliedsbeitrag finanziert, die darüber hinausgehenden Kosten müssen aber auch gedeckt werden, damit die benachteiligten Kinder sozial integriert werden können.
Soziale Teilhabe soll aktiv gefördert werden. Mitgliedschaften in Sportvereinen werden ebenso gefördert, wie beispielsweise Unterricht an einer Musikschule. Patenschaften können auch für Theaterbesuche oder andere Bildungsangebote übernommen werden.
Denkbar ist auch eine Ausweitung beziehungsweise Kooperation mit Schulen bezüglich der Anschaffung von Schulmitteln, denn hinreichende Bildung und ein Schulabschluss sind wichtige Faktoren, um nicht dauerhaft in dem Teufelskreis der Armut zu bleiben.Sonderaktionen von KiPa können zu besonderen Ereignissen wie Weihnachten angedacht werden, sind aber aufgrund des relativ kurzen Bestehens noch nicht ausgereift.
Zur Bekanntmachung dieses Projektes arbeiten wir eng mit den lokalen und auch überregionalen Medien zusammen. Meine beiden Sozialarbeiterinnen haben eine besondere Stellung, da sie den direkten Kontakt zu den Familien pflegen und die Art und Weise der Hilfestellung koordinieren. Dies ist oft nicht einfach, weil niemand sich gerne öffentlich als arm outet. Ich unterrichte selber 7 Stunden in der Woche an drei Grundschulen der 3. Klasse und habe somit direkten Kontakt mit den Kindern ggf. auch mit den Eltern.
Ziel des Projektes:
Ziel des Projektes ist die soziale Integration von benachteiligten Kindern. Soziale Kontakte beispielsweise in Sportvereinen oder Musikschulen fördern nicht nur diese Integration, sondern vermitteln des Weiteren gesellschaftliche und christliche Grundwerte. Kinder aus benachteiligten Familien fällt es zudem oftmals schwerer sich innerhalb von Gruppen angemessen zu behaupten und Sport ist ein guter Katalysator für familiäre Probleme. Die Kinder lernen sich angemessen zu verhalten und ihre Probleme nicht durch Aggressionen zu lösen.
Ebenfalls werden talentierte Kinder in sozial benachteiligten Familien seltener entdeckt und ihr Begabung bleib oft unerkannt. Durch gezielte Förderung von Talenten soll dieser Tatsache effektiv entgegengewirkt werden.
Hilfen von anderer Stelle:
Die Durchführung eines solches Projektes setzt eine enge Vernetzung mit anderen sozialen und städtischen Einrichtungen voraus. Kooperationspartner haben einen hohen Stellenwert bei der ganzheitlichen Hilfe. Das Projekt LebensWert arbeitet deshalb nicht nur eng mit den Ämtern der Stadt zusammen, sondern auch direkt an der Basis, beispielsweise mit dem Familienzentrum der katholischen Kindertageseinrichtung Herz-Jesu Neumühl.
Des Weiteren bekommt das Projekt in unregelmäßigen Abständen Sachspenden der Firma Hipp. Die Babynahrung wird zielgenau an bedürftige Familien Kleinkindern verteilt.
Finanzierungsplan:
Eigenmittel:
Als gemeinnützige GmbH steht uns kein Kapital im eigentlichen Sinne zur Verfügung. Als Eigenmittel stellen wir unser Personal zur Verfügung, deren Personalkosten wir tragen.
Bankverbindung des Projektträgers:
Bank im Bistum Essen
Gildehofstraße 2
45127 Essen
Bankleitzahl: 36060295
BIC-Code: GENOD1BBE
IBAN: DE 57 3606029500 10766036
Kontonummer: 10766036
Kontoinhaber: Projekt LebensWert

